Pfusch beim Hausbau vermeiden

Wer sehnt sich nicht nach dem ersten Tag in der eigenen Wohnung? Oft liegen viele Monate mit Höhen und Tiefen hinter dem Hausbau. Auch der Papierkrieg um den Grundstückskauf, die Abwicklungen mit den Handwerkern und Ämtern war sicherlich nervenaufreibend. Den Ärger mit dem Pfusch beim Hausbau verliert der Bauherr meistens, wenn er keine Rechtsberatung oder einen Architekten hinter sich hat. Leider sind die Schäden am Bau oftmals nicht sofort sichtbar, denn sie verschwinden hinter Putz und der Tapete. Die entstandenen Risse sind oft erst später erkennbar und eindringende Feuchtigkeit kann aus der Sicht der ausführenden Firmen im Nachhinein alle möglichen Ursachen haben. Geld, das Sie als Bauherr bereits bezahlt haben, ist auf jeden Fall zunächst mal weg. Wer also den Pfusch am Bau nicht rechtzeitig erkennt, kann mit erheblichen Kosten rechnen. Denn was nützt eine Gewährleistung, wenn die Firma die Schuld bestreitet oder gar nicht mehr am Markt tätig ist.

Wenn Sie bereits bei der Vergabe diverser Gewerke einfach unbekannte Baufirmen berücksichtigen, da sie das günstigste Angebot abgegeben haben, gehen Sie sicherlich ein hohes Risiko ein. Auch sollte bekannt sein, dass viele Bauträger heute ohne eigenes Baustellenpersonal arbeiten und alle erforderlichen Gewerke, wie z.B. einen Dachdecker, einkaufen und im engeren Sinn nur als Zwischenhändler arbeiten. Wenn Sie die angebotene Bauüberwachung an den Bauträger in diesem Fall vergeben, wird sich ein Interessenkonflikt bei Mängel ergeben und nie für den Bauherrn einen positiven Ausgang finden.

Auch die Terminvergabe ist für das Vermeiden von Pfusch ein wichtiger Faktor. Vergeben Sie also keinen Auftrag ohne schriftlich fixierten Beginn- und Endtermin. Auch versprochene Mängelbeseitigungen müssen stets schriftlich festgehalten werden, denn mündliche Versprechungen und Zusagen sind nichts wert.

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